Kunst

Seit ich mich erinnern kann, habe ich gemalt und gezeichnet. Mit 18 Jahren, nach diesem völlig seltsamen und nicht einzuordnenden Erlebnis, ein winziges Teil von einem unbegreiflichen Ganzen zu sein, änderte sich auch mein Zeichenstil und die Thematik. Ich sah in den Fliesen in Küche und Bad groteske Gesichter und begann, kleine Figuren ineinander zu zeichnen, so in etwa wie in den Fliesen. Wir können jederzeit, wie als Kinder, in allen Strukturen alles Mögliche sehen – und tun das auch, meist unbewusst. Darüber schrieb ich meine Magisterarbeit: Sartres Theorie des Imaginären. Jean Paul Sartre bezog einen großen Teil seiner Inspiration aus der Erkenntnis, dass jeder in einer Baumwurzel eine Hexe, in einem Radiergummi ein Flugzeug sehen kann, ja, dass jedes beliebige Ding für den einen etwas ganz anderes darstellen kann als für den anderen. Mit anderen Worten: Wir gestalten unsere Welt nach unserer Vorstellung.

Einige Jahre später entwickelte sich ein spezieller Buntstiftstil, ebenfalls bis heute wohl einzigartig. Verschiedene Farbstrichelungen übereinander ergeben   eine Art Aquarelleffekt, wo schemenhaft   Formen auftauchen und wieder zerfließen. Auch hier dasselbe Spiel mit der Einbildungskraft des Betrachters. Da scheint ein Gesicht auf, daneben eine Pflanze oder ein Gebäude. Der Nächste sieht etwas ganz anderes. Was ist denn nun unsere so genannte „gemeinsame Welt“?

In einem neuen Projekt, das erst ab 2008 startet, möchte ich hier über Internet an anschaulichen Beispielen vermitteln, wie wir „durch etwas hindurch etwas ganz anderes sehen können“. Und wie das unsere Phantasie und Kreativität beflügelt.

Bildergallerie

Prophet (Buntstiftzeichnung, 1990)

In einer Nacht (Federzeichnung, 1972)

Ankes Welt (Feder- und Buntstiftszeichnung, 1970)

Die Bilder kann sich jeder selbst ausdrucken, klar. Er/sie kann aber auch dieses Projekt unterstützen, indem er von mir ein handsigniertes Exemplar in besserer Qualität anfordert.

Ankes Welt, handsigniert, 20,- Euro

Farbe und Original nach Vereinbarung